Stadt, Natur und alltägliche Momente
Körper, Porträts und Emotionen
Spuren, intuitive Bewegungen und Spiel
Hallo!
Ich bin Julia Rössel und verbinde in Zeichnungen und Acrylgemälden abstrakte und gegenständliche Elemente, um meine Eindrücke des Alltags und Erinnerungen sichtbar zu machen.
Eine große Inspiration für mich ist unter anderem die Kunst von Elsworth Kelly und besonders seine Abstraktionstechniken. Wie Kelly, lasse ich mich von Schatten inspirieren und setze die so vereinfachten Formen von Gegenständen, Architektur und Pflanzen in meinen Bildern mit Farbkontrasten in Szene. Zugleich faszinieren mich Impulsivität und Geste beim kreativen Schaffen, wie man sie zum Beispiel in den altmeisterlichen Zeichnungen von Rembrandt findet. In meiner Kunst erlaube ich mir einen spielerischen Umgang mit Material und Techniken. So begegnen sich Zufall und Kontrolle, Abstraktion und Gegenständlichkeit. Auf frei entstandenen Farbschichten aus Acryl und Permanentmarkern entstehen realistische Darstellungen von Menschen, Architektur oder Landschaften. Die Spuren der verwendeten Malmittel – von der fließenden Acrylfarbe bis zu den kompromisslos eingesetzten Markern und den intuitiven Pinselgesten – werden zu eigenständigen, strukturgebenden Elementen der Bildkomposition. Mich interessiert das Wechselspiel, der Kontrast, zwischen spontaner Geste und präziser Form, zwischen Emotion und Ordnung, zwischen Entwicklung und Setzung.
Entscheidend ist für mich der Akt des Malens selbst – ein offenes Spiel von Intuition, Emotion, Beobachtung und Reflexion. Durch meine Bilder möchte ich meine Leidenschaft dafür teilen. Meine Vision ist es, mit meinen Bildern Dialoge anzustoßen – zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Erinnerung und Gegenwart und zwischen den vielen Geschichten, die uns prägen.
Ich wurde 1987 in Ostdeutschland geboren und wuchs als Tochter einer alleinerziehenden deutschen Mutter und eines kolumbianischen Vaters auf. Kulturelle Identität, gesellschaftliche Kontexte, Wahrnehmung des Körpers und die Spannungen zwischen unterschiedlichen Welten sind Themen, die mich beschäftigen und auch in meiner künstlerischen Arbeit immer wieder auftauchen. Meine Mutter und Großeltern waren an Geschichte und Kunst immer interessiert, mein Opa malte in seiner Freizeit, meine Mutter tut es auch. Und auch auf mich ist die Begeisterung an Kunst und Kunstgeschichte früh übergegangen. Als Kind und Jugendliche malte ich, klebte Collagen und zeichnete. Ich hatte sogar die Idee, Kunst zu studieren, aber nicht den Mut es tatsächlich zu tun. So kam ich zur Kunstgeschichte, in der ich schließlich meinen Doktortitel gemacht habe. Derzeit arbeite ich im Bereich der Digitalisierung von Kunst- und Kulturobjekten und des Sammlungsdatenmanagment.
Seit circa zwei Jahren gebe ich der einst verzagten Künstlerin in mir wieder Raum sich zu entfalten und arbeite intensiv an immer neuen Werken.
Kontakt für Anfragen per E-Mail: roessel257@gmail.com
Wann: 14.03.2026 bis 18.04.2025
Wo: Klarastraße 5, 55116 Mainz
Nähere Infos gibt es hier